Der erste Band. Konzeption der Erziehung durch die Kultur von Marcus Tullius Cicero.

Laut zahlreichen Quellen, die das Leben und den schöpferischen Nachlass von Cicero darstellen, ist die Vorstellung von der altrömischen Pädagogik, die von den nachfolgenden Generationen gewonnen wird, vor allem ein Verdienst von Cicero. Ciceros Vorstellungen von einem Bildungsideal und den Wegen, es zu erreichen, waren mit der Bestrebung verbunden „die Seele zu kultivieren“ („cultura animi“), sie bildeten die Basis der westlichen pädagogischen Tradition der „Erziehung durch Kultur“ und bestimmten somit für mehrere Jahrhunderte den Begriff „Humanpädagogik“. Um den heuristischen und methodologischen Nachlass von Cicero festzustellen, ist eine interdisziplinäre Einschätzung des besonderen Austausches erforderlich, den Cicero mit der altgriechischen Tradition der intellektuellen und politischen Erziehung initiiert hat.

Trotz der Vielfalt der vorhabenden Arbeiten allgemeinen und spezifischen Charakters, die verschiedene Aspekte des Nachlasses von Cicero thematisieren, sind die Fragen offen geblieben, für wen er geschrieben hat und was er damit erreichen wollte, indem er eine besondere Form der Darstellung mit typischer Akzentsetzung wählte. Abgesehen davon, an wen er sich unmittelbar gewendet hat (an einen Freund, einen Gesprächspartner, einen Vertreter einer philosophischen Schule, an den Senat, an das Gericht oder an das römische Volk), wurde die Argumentation von Cicero oft in Form einer Belehrung wiedergegeben. Cicero hat die Wege und Möglichkeiten bestimmt, sich selbst nicht zu verlieren, sondern zu erreichen durch die Bildung, die der menschlichen Natur, ihrer humanitas entsprach. In allen nachfolgenden Zeitperioden hatte die pädagogische Reflexion solcher Art einen konkret-historischen Charakter, verlor aber nicht den inhaltlichen Faden, der sie mit den Werken von Cicero verband.

Um den heuristischen und methodologischen Nachlass von Cicero festzustellen, ist eine interdisziplinäre Einschätzung des besonderen Austausches erforderlich, den Cicero mit der altgriechischen Tradition der intellektuellen und politischen Erziehung initiiert hat. Das Autorenkollektiv dieser Ausgabe bietet dem Leser an, nicht nur die Logik der Entstehung, der Entwicklung und der praktischen Umsetzung des Bildungsideals von Cicero sowie seine Rezeption in anderen Epochen und Kulturen zu verfolgen, sondern auch grundlegende Bildungsideen in der Geschichte der pädagogischen Kultur umzudenken.
Der Band beinhaltet wissenschaftliche Beiträge, die den Fragen der Forschung, der Bewahrung und der Popularisierung der antiken pädagogischen Kultur in der historischen Dynamik gewidmet sind. Auf seinen Seiten wird ein breites Spektrum der aktuellen Fragen behandelt, die den Werdegang der antiken Bildung und der Entwicklung von Bildungspraktiken aus verschiedenen Perioden der Geschichte darstellen. Das Thema der Ausgabe ist die Konzeption der Erziehung durch die Kultur von Marcus Tullius Cicero. Im Band werden Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungen von Mitarbeitern der Hochschulen und Bildungseinrichtungen der mittleren Schulreife aus Wolgograd, Kaluga, Kamyschin, Moskau, Rostow-am-Don, Saratow, Sankt-Petersburg sowie aus zwei Universitäten der USA vorgestellt. Diese Ausgabe des Journals ist in den folgenden Bibliotheken verfügbar: in den Bibliotheken der Russischen Buchkammer, der Universellen Wissenschaftlichen Bibliothek Wolgograd, die nach Maxim Gorki benannt ist

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Der zweite volumen. Erziehung durch Theater und im Theater: antike Bühnenpädagogik.
Die antike Kultur wurde durch eine besondere Vorliebe zu Theateraufführungen ausgezeichnet, die immer einen großen Anklang beim Publikum fanden und dank dem Ausmaß, der Ritualität, der Möglichkeit zur Selbstpräsentation vor einem großen Zuschauerkreis einen besonderen erzieherischen Einfluss ausübten. In den Werken der antiken Denker, die zu verschiedenen Perioden der antiken Geschichte gehörten, wird zum ersten Mal in der Geschichte der Pädagogik der Gedanke unterstrichen, dass das Theater eine Schule für Erwachsene und Heranwachsende ist, wo die Zuschauer und ihre Denkweise erzogen werden, indem ihnen bestimmte gesellschaftlich anerkannte Muster des Denkens und des Handelns gezeigt werden. Die Werke der antiken Bühnendichter aus verschiedenen zeitlichen Perioden spiegeln nicht nur kritische Auffassungen der Dichter in Bezug auf das zeitgenössische Bildungssystem wider, sondern sie sind auch ein Versuch, vorbildliche Erziehungspraktiken zu visualisieren. Diese Ausgabe des Journals ist in den folgenden Bibliotheken verfügbar: in den Bibliotheken der Russischen Buchkammer, in Die Blegen-Bibliothek der American School of Classical Studies in Athen ,Die Bibliothek der Athener Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts , Die Bibliothek der französischen Schule in Athen (École française d’Athènes), Die Bibliothek der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen InstitutsDie Bibliothek in der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts, Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu BerlinUniversitätsbibliothek der Freien Universität Berlin Universitätsbibliothek der Freien Universität Bozen der Universellen Wissenschaftlichen Bibliothek Wolgograd, Die Bibliothek der Staatlichen Pädagogischen Universität Kozma Minin Nischni Nowgorodie, Die Bibliothek der Lobatschewski-Universität, Die Bibliothek der Pädagogischen Staatlichen Universität Moskau, die nach Maxim Gorki benannt ist
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Dritter Band. Bildung in der späten Antike