2020 Issue 4. Erziehung eines antiken Kriegers in Griechenland und Rom 💾(*.pdf) Tapferkeit und kriegerische Fähigkeiten eines Mannes wurden in der Kultur Griechenlands und Roms für ausschlaggebend bei seiner Anerkennung als eines vollberechtigten Griechen oder Römers gehalten. Kriegersymbolik und zahlreiche Hinweise auf den Krieg waren überall zu finden: an Denkmälern und Grabsteinen, in den Plastiken der Tempel, sowie in den Speisesälen der Privathäuser, wo Offensiv- und Verteidigungswaffen an den Wänden hingen und prachtvolle mit Kriegsbildern geschmückte Gefäße standen. Das Thema des Krieges wurde im Theater und in der Volksversammlung, in den Räten und Gerichtssitzungen, auf dem Markt und bei der Beerdigung behandelt. Die antike Erziehung ging nicht nur mit der Leibeserziehung einher, sondern auch mit der „Erziehung auf dem Gebiet der Literatur“, was das Erlernen von Homer und anderen Dichtern, die die Tapferkeit der Krieger priesen, voraussetzte. Der lateinische virtus wie der altgriechische ἀρετή war es, was einen Mann ausmachte und dessen Staatsdienst im zivilen und militärischen Bereich voraussetzte. Die vierte Lieferung gilt der pädagogischen Dimension des Krieges, dem Thema Krieg und Frieden in den erzieherischen Schauspielen von solchen Autoren wie Aischylos, Sophokles, Euripides, Aristophanes, Terence u. a., sowie den Problemen der Ausbildung eines Militärführers und Epheben, die ihren Niederschlag in Kunst, materieller Kultur und Texten verschiedener Sorten (Dialogen von Platon und Xenophon, Reden und Briefen von Cicero, Schriften von Herodot und Thukydides, Werken von Varro, Onasander, Josephus Flavius, Vegetius u. a.) fand.

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2019. Dritter Band. Bildung in der späten Antike  💾(*.pdf)

Das Thema der Lieferung heißt Bildung in der Spätantike.. Die Spätantike ist eine Zeit rascher Transformation von Institutionen der klassischen Antike, eine Zeit der Entstehung von neuen und der Entwicklung von alten kulturellen, intellektuellen und religiösen Traditionen. Bildung war in der Spätantike ein Bereich, welcher zu verschiedenen Zeiten und mit unterschiedlichem Erfolg von Heiden und Christen kontrolliert wurde. Die Spezifik ihrer Beziehungen bedingte im Wesentlichen die Besonderheiten des Bildungs- und Wissensraums in jeder Stadt. Die heidnische Bildungsphilosophie der Spätantike existierte vor allem dank der Fähigkeit von Mentoren / Lehrern, sich an das umgebende religiöse Klima anzupassen. Die christliche Einstellung zur heidnischen Bildung änderte sich prinzipiell während religiöser Konflikte und im Fall, wenn heidnische Lehrer ihre Ansichten zu unvorsichtig äußerten.
Trotz vielen dramatischen Ereignissen, die die römische Welt in der Spätantike erschütterten, wurde die traditionelle Bildung im Reich weiterhin hoch geschätzt, allerdings nur solange sie sich nicht aktiv gegen regionale christliche Normen richtete. Zur Zeit des Niedergangs des Römischen Reiches erlebte die antike Bildung ihre letzte Blütezeit, geprägt von den Aktivitäten herausragender Mentoren wie Libanios und Chorikios, Marius Victorinus und Themistios, Ausonius und Gimerius, sowie von der Tätigkeit solcher Bildungszentren wie die Schulen in Athen, Alexandria, Gasa, Burdigala, Beirut und anderen Städten. Dem Studium dieser reichen Palette von Faktoren, die die Entwicklung intellektueller, kultureller und pädagogischer Traditionen sicherstellten, sowie dem Forschen des Zusammenspiels alter und neuer Elemente des Bildungslebens der mediterranen Welt im III-VII. Jahrhundert ist diese Lieferung der «Hypothekai» gewidmet.

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2018. Der zweite volumen. Erziehung durch Theater und im Theater: antike Bühnenpädagogik 💾(*.pdf)

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Vorwort der Chefredakterin [Auf Deutsch, .pdf*]
Abschnitt 1. Theater als Schule für Erwachsene und Heranwachsende
I. E. Surikov. Was lehrte Sophokles „Dilogie“ über Ödipus? [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-17-33
Pädagogische Träume von der Vergangenheit in den Tragödien von Aischylos, V.K. Pichugina. Euripides und Sophokles über Eteokles und Polyneikes: Paradoxe des brüderlichen Hasses [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-34-53
T.A. Bobrovnikova. Ein erbauliches Stück von Plautus [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-54-63
Sophia Papaioannou. Die pädagogische Anziehungskraft der Dramaturgie von Terentianus [Auf Englisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-64-78
Abschnitt 2. Antike Erziehung mittels Schauspiele durch das Prisma von Archäologie, Philosophie, Philologie und Geschichte der Pädagogik
A.Yu. Mozhaisky. Die Flüsse und die Tore von Theben in Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides als Teil des Bildungsraums der Stadt [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-79-96
Marco Germani. Das Theater von Chäronea und Rectilinear Koila [Auf Englisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-97-105
L.B. Poplavskaya. Dionysos wählt Aischylos [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-106-130
A.A. Sanzhenakov, K.I. Dugar. Das Bild von Helen in Tragödien von Euripides [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-131-142
M.S. Petrova. Festmahl als Theater. Zum Thema der Inszenierung von „Saturnalien“ [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-143-162
Abschnitt 3. Die Vielseitigkeit des antiken Theaters: Retrospektive und Perspektive
M.A. Polyakova. Bühnenpädagogik und Theatralisierung der Schule: zwei Seiten des Bildungsprozesses [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-163-173
Z.A. Lurie. Klassisches Theater und christliche Schule: Theater der deutschen Humanisten der 15-16. Jahrhunderte [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-174-183
S.M. Mashevskaya. Das Bild des antiken Philosophen Diogenes im Stück von J.A. Comenius für das Schultheater des 17. Jahrhunderts [Auf Russisch mit englischer Zusammenfassung, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-184-201
Übersetzungen der modernen Studien
Theresa Morgan. Die Alphabetisierungserziehung in Athen der klassischen Zeit (Üb. von V.K. Pichugina) [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-204-229
Raffaella Cribiore. Die Wahl des Grammatikers: die Popularität „Der Phönikerinnen“ von Euripides in der hellenistischen und römischen Erziehung (Üb. von V.K. Pichugina) [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-231-250
David Wiles. Die Erziehung der staatsbürgerlichen Verantwortung: die Bedeutung der Tragödie "Antigone" (Üb. von Ya.A. Volkova) [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-252-259
Hazel Melissa Toliver. Die Lehre von Terenz über Bildung (Üb. von Ya.A. Volkova, V.K. Pichugina) [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2018-2-2-261-273
Autoren von den Artikeln und den Übersetzungen (.pdf*)


2017. Der erste Band. Konzeption der Erziehung durch die Kultur von Marcus Tullius Cicero💾(*.pdf)

Laut zahlreichen Quellen, die das Leben und den schöpferischen Nachlass von Cicero darstellen, ist die Vorstellung von der altrömischen Pädagogik, die von den nachfolgenden Generationen gewonnen wird, vor allem ein Verdienst von Cicero. Ciceros Vorstellungen von einem Bildungsideal und den Wegen, es zu erreichen, waren mit der Bestrebung verbunden „die Seele zu kultivieren“ („cultura animi“), sie bildeten die Basis der westlichen pädagogischen Tradition der „Erziehung durch Kultur“ und bestimmten somit für mehrere Jahrhunderte den Begriff „Humanpädagogik“. Um den heuristischen und methodologischen Nachlass von Cicero festzustellen, ist eine interdisziplinäre Einschätzung des besonderen Austausches erforderlich, den Cicero mit der altgriechischen Tradition der intellektuellen und politischen Erziehung initiiert hat.

Trotz der Vielfalt der vorhabenden Arbeiten allgemeinen und spezifischen Charakters, die verschiedene Aspekte des Nachlasses von Cicero thematisieren, sind die Fragen offen geblieben, für wen er geschrieben hat und was er damit erreichen wollte, indem er eine besondere Form der Darstellung mit typischer Akzentsetzung wählte. Abgesehen davon, an wen er sich unmittelbar gewendet hat (an einen Freund, einen Gesprächspartner, einen Vertreter einer philosophischen Schule, an den Senat, an das Gericht oder an das römische Volk), wurde die Argumentation von Cicero oft in Form einer Belehrung wiedergegeben. Cicero hat die Wege und Möglichkeiten bestimmt, sich selbst nicht zu verlieren, sondern zu erreichen durch die Bildung, die der menschlichen Natur, ihrer humanitas entsprach. In allen nachfolgenden Zeitperioden hatte die pädagogische Reflexion solcher Art einen konkret-historischen Charakter, verlor aber nicht den inhaltlichen Faden, der sie mit den Werken von Cicero verband.

Um den heuristischen und methodologischen Nachlass von Cicero festzustellen, ist eine interdisziplinäre Einschätzung des besonderen Austausches erforderlich, den Cicero mit der altgriechischen Tradition der intellektuellen und politischen Erziehung initiiert hat. Das Autorenkollektiv dieser Ausgabe bietet dem Leser an, nicht nur die Logik der Entstehung, der Entwicklung und der praktischen Umsetzung des Bildungsideals von Cicero sowie seine Rezeption in anderen Epochen und Kulturen zu verfolgen, sondern auch grundlegende Bildungsideen in der Geschichte der pädagogischen Kultur umzudenken.
Der Band beinhaltet wissenschaftliche Beiträge, die den Fragen der Forschung, der Bewahrung und der Popularisierung der antiken pädagogischen Kultur in der historischen Dynamik gewidmet sind. Auf seinen Seiten wird ein breites Spektrum der aktuellen Fragen behandelt, die den Werdegang der antiken Bildung und der Entwicklung von Bildungspraktiken aus verschiedenen Perioden der Geschichte darstellen. Das Thema der Ausgabe ist die Konzeption der Erziehung durch die Kultur von Marcus Tullius Cicero. Im Band werden Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungen von Mitarbeitern der Hochschulen und Bildungseinrichtungen der mittleren Schulreife aus Wolgograd, Kaluga, Kamyschin, Moskau, Rostow-am-Don, Saratow, Sankt-Petersburg sowie aus zwei Universitäten der USA vorgestellt. Diese Ausgabe des Journals ist in den folgenden Bibliotheken verfügbar: in den Bibliotheken der Russischen Buchkammer, der Universellen Wissenschaftlichen Bibliothek Wolgograd, die nach Maxim Gorki benannt ist

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Vorwort der Chefredakterin [Auf Russisch, .pdf*]
Abschnitt 1. Marcus Tullius Cicero über die Erziehung von Würdigen
V.K. Pichugina.  Griechische Hinterhofakademien des römischen Intellektuellen: die pädagogische Dimension der Briefe von Cicero [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-9-32
T.A. Bobrovnikova. Das Bild des idealen Redners bei Cicero [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-33-43
Y.A. Volkova.  Das Thema der Erziehung eines Bürgers in Werken von Cicero [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-44-58
V.K. Pichugina, K.V. Vorobyova. Die (Selbst-) Ausbildung durch Poesie und Theater in Werken von Cicero [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-59-76
Abschnitt 2. Das kulturzentrierte Konzept von Cicero
L.N. Aksenovskaya. Die Natur der Götter und die Natur der Menschen: die Funktion des Ideals im ethisch-semantischen Programm der antiken Kultur [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-77-105
V.O. Nikishin. Der Ort und die Rolle der hellenistischen Kultur im humanitären Konzept von Cicero [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-106-128
E.A.Kozlovtseva.  Das ökophilosophische Bildungskonzept von Marcus Tullius Cicero [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-129-142
M.K.Vetoshkina.  Die Ausbildung eines militärischen und politischen Führers in der antiken griechischen und römischen Realität: die Versionen von Xenophon und Cicero [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-143-161
Abschnitt 3. Rezeption der pädagogischen Ideen von Cicero in den nachfolgenden Epochen und Kulturen
V.G. Bezrogov. Die antike Lehre im Verständnis von Cicero und seine christlichen Übersetzer [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-162-190
M.V. Polyakova.  Ciceros Abhandlung „Über die Pflichten“ und das Problem ihrer Rezeption im pädagogischen Erbe des 16. Jahrhunderts [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-191-205
A.G. Bermus. Zum Problem des Denkens und Sprechens (am Beispiel des Textes von Cicero „Über den Redner“) [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-206-229
Übersetzungen der modernen Studien
J. Jackson Barlow. Die Erziehung eines Politikers im Werk von Cicero „Über den Staat“ (Üb. von N.N. Lazareva, V.K. Pichugina) [Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-231-256
Walter J. Nikgorski. Cicero über Bildung: humanisierende Wissenschaften (Üb. von Ya.A. Volkova, V.K. Pichugina [
Auf Russisch, .pdf*] DOI:10.32880/2587-7127-2017-1-1-258-280
Autoren von den Artikeln und den Übersetzungen
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